Nach der GrammzahlDie Menge ist das eine. Was drin ist, das andere.
Wenn du für deinen Hund selbst kochst oder barfst, machst du schon mehr als die meisten. Du weißt, was in seiner Schüssel liegt — das können die wenigsten von sich sagen.
Nur: Wie viel du fütterst, entscheidet über sein Gewicht. Ob er alles bekommt, was er braucht, entscheidet es nicht.
Einer Ration sieht man nicht an, ob Zink fehlt. Sie riecht nicht anders, sie sieht nicht anders aus, und dein Hund frisst sie gern. In einer Untersuchung von 200 selbstgemachten Rationen waren nur 10 vollständig: Bei 190 fehlte mindestens ein Nährstoff, bei 167 gleich mehrere — am häufigsten Zink, Cholin und Kupfer.1
Das ist keine Frage der Sorgfalt, sondern der Größenordnungen. Ein Hühnerhals bringt 110-mal so viel Calcium wie Rindermuskelfleisch, Kalbsleber 1.200-mal so viel Vitamin A. Solche Unterschiede kann man nicht schätzen, man muss sie rechnen.
Und nach oben ist es genauso eng: Von den 33 Nährstoffen, die FEDIAF für den erwachsenen Hund führt, haben 25 einen Mindestbedarf — 11 zusätzlich eine Obergrenze. Deshalb lässt sich eine Lücke nicht dadurch schließen, dass man großzügig ergänzt.
1 Stockman, J., Fascetti, A. J., Kass, P. H. & Larsen, J. A. (2013): Evaluation of recipes of home-prepared maintenance diets for dogs. Journal of the American Veterinary Medical Association 242(11), 1500–1505 · 200 Rezepte analysiert, 190 davon mit mindestens einem Nährstoff unter der Referenz · zur Studie