Häufige Fragen

Alles was du über Dogs Eat Better wissen möchtest.

Allgemein

Was ist Dogs Eat Better?

Dogs Eat Better ist ein wissenschaftlich fundierter Futterrechner für selbst zubereitete Hunderationen. Er hilft dir, ausgewogene Rationen zu erstellen die den individuellen Nährstoffbedarf deines Hundes decken — ob Rohfütterung, gekocht oder gemischt.

Für wen ist Dogs Eat Better geeignet?

Dogs Eat Better richtet sich an alle Hundehalter die ihren Hund selbst füttern und wissen wollen, ob die Ration den Nährstoffbedarf deckt. Ob du gerade erst mit der Rohfütterung anfängst und Orientierung suchst, oder ob du seit Jahren fütterst und deine Rationen überprüfen möchtest — der Rechner gibt dir die Transparenz die du brauchst. Du musst keiner bestimmten Fütterungsphilosophie folgen. Ob Rohfütterung nach dem Beutetierprinzip (BARF), gekochte Rationen, Mischformen oder ganz eigene Zusammenstellungen — Dogs Eat Better analysiert was du fütterst und zeigt dir wo du stehst. Die Medical-Mitgliedschaft richtet sich zusätzlich an Tierärzte, Ernährungsberater, Züchter, Hundetrainer und alle die mit Welpen, Junghunden oder Hunden mit besonderen Anforderungen oder Erkrankungen arbeiten.

Ist Dogs Eat Better kostenlos?

Wenn du dich registrierst, hast du drei Tage lang vollen Premium-Zugriff — ohne Zahlungsdaten (über die Medical-Seite entsprechend Medical). Danach entscheidest du selbst. Wer nicht bucht, wechselt automatisch auf die kostenlose Free-Mitgliedschaft: eine Demo mit einem Hund, einer Ration und einer kleinen Auswahl an Lebensmitteln. Für die vollständige Nutzung ist eine Premium- oder Medical-Mitgliedschaft erforderlich.

Wie funktioniert die kostenlose Testphase?

Die Testphase startet, sobald du deine E-Mail-Adresse bestätigt hast, und dauert drei Tage. In dieser Zeit steht dir Premium offen — der Rations-Assistent, alle Lebensmittel, alle Referenzwerte. Wenn du über die Medical-Seite eingestiegen bist, testest du stattdessen Medical. Es werden keine Zahlungsdaten abgefragt, und es wird nichts abgebucht. Am zweiten Tag bekommst du eine Erinnerung, dass der Test ausläuft. Danach hast du zwei Möglichkeiten: Du buchst Premium oder Medical und arbeitest ohne Unterbrechung weiter — oder du tust nichts, dann wechselt dein Konto auf die kostenlose Free-Stufe. Es gibt nichts zu kündigen, weil im Test kein Vertrag zustande kommt. Gelöscht wird dabei nichts: Ein Hund bleibt aktiv, alles Weitere wird archiviert und ist sofort wieder da, sobald du buchst. Hunde, die Medical brauchen — mit Besitzer, Krankheitsprofil oder als Welpe — kommen entsprechend mit Medical zurück, nicht schon mit Premium.

Mitgliedschaften & Preise

Was ist der Unterschied zwischen Free, Premium und Medical?

Die Free-Mitgliedschaft ist eine Demo mit eingeschränkter Lebensmittelauswahl, einem Hund und einer Ration. Premium bietet unbegrenzte Hunde und Rationen, alle Lebensmittel, alle Referenzwerte und den Rations-Assistenten — für gesunde Hunde ab 12 Monaten. Medical erweitert das um Welpen, Junghunde, trächtige Hündinnen und Diätetik bei Erkrankungen.

Kann ich jederzeit kündigen?

Ja. Du kannst deine Mitgliedschaft jederzeit über den Account-Bereich kündigen — sie läuft dann bis zum Ende des aktuellen Abrechnungszeitraums weiter. Auch ohne Anmeldung geht es: Unter dogseatbetter.com/kuendigen findest du eine Kündigungsschaltfläche, für die du dich nicht einloggen musst — es genügt die E-Mail-Adresse deines Kontos. Zusätzlich kannst du das Abo über dein Link-Konto unter link.com verwalten und beenden.

Wie funktioniert die Zahlung?

Die Zahlung läuft sicher über Stripe — deine Zahlungsdaten sehen wir nie. Auf deinem Kontoauszug erscheint die Abbuchung als „LINK.COM* DOGS EAT BET", weil Stripes Tochter Link SMP als Verkäufer auftritt und die Zahlung einzieht. Die Buchung gehört also zu deiner Mitgliedschaft bei Dogs Eat Better. Rechnung und Beleg bekommst du von dort, Einzelheiten stehen in den AGB. Geschäftskunden können im Bezahlvorgang ihre USt-IdNr. angeben und zahlen innerhalb der EU den Nettopreis (Reverse Charge).

Rechner & Funktionen

Auf welchen Grundlagen basieren die Empfehlungen?

Alle Bedarfswerte in Dogs Eat Better basieren auf anerkannten wissenschaftlichen Standards und über 35 referenzierten Studien. Du kannst im Rechner zwischen drei Referenzwerten wählen: NRC (National Research Council, 2006) ist das wissenschaftliche Fundament der modernen Tierernährung. Das NRC hat den Nährstoffbedarf von Hunden systematisch erforscht und unterscheidet drei Stufen: den Minimalbedarf (MR), den Adequate Intake (AI) für Nährstoffe ohne ausreichende Studienlage, und die Recommended Allowance (RA) als praxisnahe Empfehlung mit Sicherheitszuschlag. Im Rechner wird die RA abgebildet. Die NRC-Daten bilden die Grundlage für alle anderen Normen. AAFCO 2024 (Association of American Feed Control Officials) ist der US-amerikanische Standard und eine der am umfassendsten validierten Normen weltweit. Die AAFCO hat auf Basis des NRC eigene Bedarfsprofile entwickelt, die sowohl durch wissenschaftliche Daten als auch durch praktische Fütterungsstudien abgesichert sind. Für viele Nährstoffe definiert die AAFCO auch Obergrenzen. FEDIAF 2025 (Fédération Européenne de l'Industrie des Aliments pour Animaux Familiers) ist der europäische Standard. Die FEDIAF hat auf Basis des NRC ein eigenständiges Empfehlungssystem entwickelt, das europäische Forschungsergebnisse und regulatorische Anforderungen einbezieht. Wichtig zu wissen: Alle Referenzwerte sind Empfehlungen, keine absoluten Grenzen. Individuelle Abweichungen von den mittleren Versorgungsempfehlungen können je nach Alter, Aktivität und Haltungsbedingungen bei ±30% liegen (Zentek, 2022). Die Farbcodierung im Rechner berücksichtigt das — die Schwellenwerte für orange und rot sind für jeden Nährstoff individuell berechnet, basierend auf dem Verhältnis zwischen Empfehlung und tatsächlichem physiologischem Bedarf (NRC 2006, Table 15-5). Für zwei Nährstoffe — Selen und Cholin — ist die Datenlage sowohl beim Bedarf als auch bei den Lebensmittelgehalten unzureichend für eine farbliche Bewertung. Diese werden im Rechner als Orientierungswerte ohne Farbcodierung angezeigt.

Was ist der Rations-Assistent?

Der Rations-Assistent führt dich Schritt für Schritt durch die Erstellung einer ausgewogenen Ration — du wählst Fleischsorte, Marke, Gemüse, Öl und Ergänzungen, Dogs Eat Better berechnet die richtigen Mengen automatisch. Der Assistent bietet zwei Modi: BARF-Prinzip — orientiert sich am klassischen Beutetierprinzip mit Muskelfleisch, Pansen, Innereien, Knochen, Gemüse, Obst und Öl. Die Ration folgt einem bewährten Schema, wobei Dogs Eat Better die Mengen so berechnet, dass der Nährstoffbedarf deines Hundes gedeckt wird. Knochen können optional durch Knochenmehl ersetzt werden, und ein Ergänzer schließt die letzten Lücken bei Spurenelementen und Jod. Freie Fütterung — orientiert sich rein am Nährstoffbedarf deines Hundes, ohne festes Schema. Du stellst deine Ration aus Fleisch, Gemüse, Obst und Öl frei zusammen — mit oder ohne Innereien, mit verschiedenen Fleischsorten und Marken. Calcium wird über einen Ergänzer gedeckt, Vitamin D bei Bedarf über Lebertran. Hier steht der Nährstoffbedarf im Mittelpunkt, nicht eine bestimmte Aufteilung. Beide Modi zeigen dir am Ende das vollständige Nährstoffprofil, sodass du genau siehst, wo deine Ration steht.

Was ist der Unterschied zwischen Rations-Assistent und Live-Assistent?

Beide helfen dir, eine ausgewogene Ration zu erstellen — aber an unterschiedlichen Punkten im Prozess. Der Rations-Assistent baut die Ration von Null auf. Du beantwortest Schritt für Schritt einige Fragen (Modus, Fleischsorte, Gemüse, Öl, Ergänzungen) und Dogs Eat Better berechnet die Mengen so, dass der Nährstoffbedarf deines Hundes gedeckt ist. Ergebnis: eine fertige Ration, die du übernehmen oder weiter anpassen kannst. Der Live-Assistent dagegen schließt Lücken in einer Ration die du bereits zusammengestellt hast. Während du im Rechner manuell Zutaten hinzufügst und Mengen anpasst, beobachtet der Live-Assistent welche Nährstoffe noch unter der Empfehlung liegen — und schlägt konkrete Ergänzer mit dosierten Mengen vor. Ein Klick reicht, um die Empfehlung zu übernehmen. Kurz: Rations-Assistent = Ausgangspunkt, Live-Assistent = Feinabstimmung. Du kannst beide nacheinander nutzen oder direkt mit dem Live-Assistenten arbeiten, wenn du dein Rezept schon im Kopf hast.

Was ist Wohlbefinden im Rechner?

Wohlbefinden sind optionale, nicht-mandatorische Add-ons zur Pflichtration — Empfehlungen die über die reine Nährstoffdeckung hinausgehen und auf studienbasierten Effekten in vier Themenbereichen basieren: Darm. Haut & Fell. Gelenke. Kopf & Gedächtnis. Du aktivierst die Topics einzeln über den „Wohlbefinden"-Button im Rechner und kannst sie wieder entfernen. Der Score — also die Anzahl gedeckter Nährstoffe — wird durch Wohlbefinden nicht beeinflusst, die Pflichtration bleibt der Maßstab. Wohlbefinden ist nur für gesunde adulte und Senior-Hunde verfügbar — nicht für Welpen, Trächtigkeit/Laktation oder Krankheitsprofile, weil dort eigene Bedarfslogiken greifen die nicht beliebig kombinierbar sind.

Was ist der Schonkost-Plan?

Der Schonkost-Plan ist eine geführte Eliminationsdiät für Hunde mit Verdacht auf Futtermittelunverträglichkeit. Nach einer kurzen Anamnese (Proteinquelle, Kohlenhydratquelle, Gemüse) erstellt Dogs Eat Better dir fünf aufeinander aufbauende Phasen-Rationen: Phase 1 — Basis: nur Protein, Kohlenhydrat und Calciumcarbonat. Phase 2 — Öl ergänzt. Phase 3 — Gemüse ergänzt. Phase 4 — Darmaufbau mit Flohsamen, Inulin und Zellulose. Phase 5 — Langzeit-Ration mit Komplettergänzer. Jede Phase wird typischerweise 1–2 Wochen gefüttert. Die Idee: nur was vertragen wird, kommt schrittweise zur Ration dazu. Wenn Symptome wieder auftauchen, ist die zuletzt eingeführte Komponente verdächtig. Wichtig: Der Schonkost-Plan ersetzt keine tierärztliche Diagnostik. Bei akuten oder schweren Symptomen — anhaltendem Erbrechen, Durchfall, sichtbarem Leiden — bitte zuerst die Ursache vom Tierarzt abklären lassen.

Warum fügt der Rations-Assistent manchmal Rinderfett hinzu?

Muskelfleisch — besonders magere Sorten wie Wild, Pferd oder mageres Rindfleisch — hat oft ein Fett-zu-Protein-Verhältnis, das deutlich unter dem liegt, was für eine ausgewogene Ration sinnvoll ist. Fett ist nicht nur ein wichtiger Energielieferant, sondern auch Träger fettlöslicher Vitamine und essenzieller Fettsäuren. Ohne ausreichend Fett in der Ration würde der Proteinanteil unverhältnismäßig hoch und der Energiebedarf müsste über größere Fleischmengen gedeckt werden. Der Rations-Assistent erkennt automatisch, wenn das gewählte Fleisch zu mager ist, und ergänzt Rinderfett gewolft, um eine ausgewogene Makronährstoffverteilung zu erreichen. Die Menge wird so berechnet, dass das Fett-Protein-Verhältnis in einem physiologisch sinnvollen Bereich liegt. Du kannst das Rinderfett jederzeit anpassen oder ersetzen — zum Beispiel durch eine Fleischkomponente mit höherem Fettanteil. Im freien Rechner siehst du sofort, wie sich die Makroverteilung und der Energiegehalt verändern.

Welche Lebensmittel sind verfügbar?

Über 300 Lebensmittel — generische Zutaten aus dem Bundeslebensmittelschlüssel (BLS 4.0, der deutschen Standard-Nährstoffdatenbank) sowie Produkte bekannter BARF-Marken. Makronährstoffe der Markenprodukte stammen aus den Herstellerangaben, alle Mikronährstoffe aus wissenschaftlichen Referenzdatenbanken. Zusätzlich kannst du als Premium- oder Medical-Mitglied eigene Produkte aus jeder Kategorie anlegen — bei Fleischsorten per Auto-Match an ein vergleichbares Datenbank-Produkt, bei allen anderen Kategorien (Innereien, Knochen, Pansen, Fisch, Gemüse, Obst, Kohlenhydrate, Öle, Zusätze) über direkte Eingabe der Nährwerttabelle.

Warnt Dogs Eat Better bei problematischen Zutaten?

Ja. Dogs Eat Better kennt kritische Zusammenhänge und warnt automatisch — zum Beispiel bei zu viel Leber (Vitamin A Überdosierung), rohen Eiern (Biotin/Avidin) oder bestimmten Fischarten (Thiaminase). Jede Warnung enthält eine Erklärung warum sie relevant ist.

Mein Hund hat Unverträglichkeiten — kann ich das hinterlegen?

Ja. Du kannst pro Hund Unverträglichkeiten hinterlegen — einzelne Tierarten (z.B. Huhn) oder spezifische Lebensmittel. Unverträgliche Zutaten werden im Rechner automatisch ausgegraut und können nicht zur Ration hinzugefügt werden.

Kann ich Rationen teilen?

Ja — auf zwei Wegen, du entscheidest selbst welcher passt. Privater Link: Jede gespeicherte Ration kannst du per Link teilen — etwa mit deinem Tierarzt, dem Züchter oder einer Freundin. Der Link enthält die volle Nährstofftabelle und ist nicht öffentlich indexiert, also nur erreichbar wenn du ihn aktiv weitergibst. Beim Löschen der Ration wird der Link ungültig. Community veröffentlichen: Vollständige Rationen — also solche, deren Nährstoffbedarf vollständig gedeckt ist — kannst du optional in der Community-Galerie unter /entdecken veröffentlichen. Andere Halter können deine Ration dort entdecken und als Vorlage für ihren eigenen Hund übernehmen, wobei die Mengen automatisch auf den Empfänger-Hund skaliert werden. Sichtbar sind dabei nur Hundename, Rasse, Alter und Aktivitätslevel — keine persönlichen Daten und keine klinischen Informationen. Du kannst die Veröffentlichung jederzeit zurücknehmen.

Warum fehlen bestimmte Ergänzungsmittel im Rechner?

Wir listen nur Ergänzungsmittel und Zusätze, bei denen wir das vollständige Nährstoffprofil einsehen können — also nicht nur die deklarierten Zusatzstoffe, sondern alle relevanten Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente pro 100g. Nur so kann der Rechner eine zuverlässige Nährstoffanalyse deiner Ration erstellen. Produkte, bei denen wichtige Nährwerte nicht verfügbar sind, würden die Analyse verfälschen und zu falschen Ergebnissen führen. Wenn du ein Produkt vermisst, schreib uns gerne — wir prüfen ob die vollständigen Daten verfügbar sind und nehmen es bei Eignung auf.

Was bedeuten die Farben in der Nährstofftabelle?

Die Farbpunkte zeigen dir auf einen Blick, wie gut dein Hund mit jedem Nährstoff versorgt ist — gemessen an der gewählten Empfehlung (z.B. NRC, FEDIAF oder AAFCO). 🟢 Grün: Die Empfehlung ist erreicht oder überschritten. Dein Hund ist gut versorgt. 🟠 Orange: Der Wert liegt leicht unter der Empfehlung, aber noch über dem physiologischen Minimum. Kurzfristig unbedenklich — die Empfehlungen enthalten Sicherheitszuschläge. Langfristig solltest du versuchen, orange Werte durch gezielte Zutaten in den grünen Bereich zu bringen. 🔴 Rot: Der Wert liegt deutlich unter der Empfehlung und deckt den physiologischen Bedarf langfristig nicht mehr sicher. Hier besteht Handlungsbedarf. Die Rations-Analyse (klicke auf den Hinweis-Banner über der Nährstofftabelle) zeigt dir konkret, welche Zutaten helfen können. ⚫ Grau: Für diesen Nährstoff liegt keine normative Bewertung vor (z.B. Kohlenhydrate, Ballaststoffe löslich/unlöslich, Selen, Cholin). Der Wert wird angezeigt, aber nicht bewertet. Wichtig: Die Rot-Grenzen sind nicht für alle Nährstoffe gleich. Manche wie Calcium oder Magnesium haben einen großen Sicherheitspuffer und werden erst bei deutlich niedrigeren Werten rot. Andere wie Zink haben weniger Spielraum. Diese Abstufung basiert auf den Daten des NRC 2006 und spiegelt den tatsächlichen physiologischen Bedarf wider. Für einige Nährstoffe gibt es auch Obergrenzen. Moderate Überschreitungen sind bei den meisten Nährstoffen für gesunde, ausgewachsene Hunde unbedenklich. Die Obergrenzen orientieren sich an den vom NRC definierten Safe Upper Limits.

Warum werden Selen und Cholin im Rechner nicht farblich bewertet?

Im Gegensatz zu den meisten anderen Nährstoffen werden Selen und Cholin im Rechner ohne Farbcodierung (grau) angezeigt. Der Grund ist die unzureichende Datenlage auf beiden Seiten — sowohl beim Bedarf als auch bei den Lebensmittelgehalten. Selen: Der Selengehalt in Lebensmitteln wird im Bundeslebensmittelschlüssel (BLS), der deutschen Standarddatenbank für Nährstoffgehalte, nicht erfasst. Der Grund: Deutsche Böden sind überwiegend selenarm, und der Selengehalt im Fleisch hängt primär davon ab, wie stark die Nutztiere supplementiert wurden — das variiert von Betrieb zu Betrieb erheblich. Auch die Bedarfsseite ist unsicher: Die FEDIAF, das europäische Gremium für Heimtiernahrung, räumt ein, dass keine ausreichenden Daten zum Selenbedarf von Hunden vorliegen. Der verwendete Wert wurde vom Katzenbedarf übernommen. Das NRC gibt nur einen Adequate Intake (AI) an — ein echtes Minimum (MR) konnte nicht ermittelt werden. Cholin: Cholin wird ebenfalls nicht im BLS erfasst. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hat keine Referenzwerte für die Cholinzufuhr veröffentlicht und stuft Cholin nicht als essenziellen Nährstoff ein. Für Hunde gibt das NRC nur einen Adequate Intake an — ein Minimalbedarf wurde nicht bestimmt. Was bedeutet das für dich? Die angezeigten Selen- und Cholinwerte basieren auf internationalen Referenzdaten und dienen als Orientierung. Eine zuverlässige farbliche Bewertung (grün/orange/rot) ist bei diesen Nährstoffen wissenschaftlich nicht fundiert möglich — und bevor wir eine Bewertung anzeigen die wir nicht belegen können, zeigen wir lieber ehrlich an, dass die Datenlage es nicht hergibt. Innereien (besonders Leber und Niere) und Eier sind die besten natürlichen Quellen für beide Nährstoffe.

Ernährung & Fütterung

Wie viel soll mein Hund am Tag fressen?

Das hängt nicht am Körpergewicht allein, sondern am Energiebedarf — und der ist individuell. Gewicht, Alter, Aktivität, Kastration und Körperkondition gehen ein. Bei einem 20 kg schweren, normal aktiven Hund liegt er grob bei 1.000 kcal am Tag. Die verbreitete Regel „2 bis 3 Prozent des Körpergewichts" ist ein Startwert, mehr nicht. Sie kann nicht wissen, was im Napf liegt: 500 g Muskelfleisch sind je nach Sorte 650 kcal (Pferd) oder 1.350 kcal (fettes Rind) — dieselbe Menge, gut die doppelte Energie. Und es bleibt nicht bei den Kalorien: Dieselben 500 g liefern beim Pferd 105 g Protein, 24,5 mg Zink und 1,05 mg Kupfer, beim fetten Rind 85 g, 13,5 mg und 0,2 mg. Eine einzige Zahl kann für beides nicht stimmen. Dogs Eat Better rechnet deshalb vom Bedarf her: erst der Energiebedarf deines Hundes nach FEDIAF, dann die Menge, die deine konkreten Zutaten dafür liefern müssen. Jede Ration zeigt ihre Energiedeckung in Prozent, das Zielband liegt bei 95 bis 105 Prozent. Den Energiebedarf deines Hundes kannst du ohne Konto ausrechnen: /barf-rechner

Warum reichen Faustregeln nicht aus?

Warum reichen Faustregeln nicht aus?

Faustregeln wie „80% Fleisch, 10% Knochen, 10% Innereien“ sind ein Ausgangspunkt — aber sie berücksichtigen nicht den individuellen Bedarf deines Hundes. Gewicht, Alter, Aktivität, Kastrationsstatus und Körperkondition beeinflussen den Nährstoffbedarf erheblich. Wie schwerwiegend das in der Praxis ist, zeigt eine UC-Davis-Studie aus 2013 (Stockman et al.): Von 200 untersuchten selbstgemachten Hunderationen — überwiegend aus Tierärzte-Lehrbüchern und Pflege-Ratgebern, 64,5 % verfasst von Tierärzten — wiesen 190 (95 %) mindestens einen Nährstoffmangel auf. Nur 10 erfüllten überhaupt einen der beiden anerkannten Standards (NRC oder AAFCO). Häufigste Defizite: Zink, Kupfer, EPA + DHA und Calcium. Genau diese strukturellen Lücken macht Dogs Eat Better sichtbar — noch während du die Ration zusammenstellst. Das betrifft nicht nur die Verhältnisse, sondern auch die Menge: Auch „2 bis 3 Prozent des Körpergewichts“ ist eine Faustregel — und sie kennt die Energiedichte deiner Zutaten nicht. Mehr dazu in unserer Philosophie und unter /wissenschaft#stockman-2013.

Wie viel soll mein Hund am Tag fressen?

Was ist der Unterschied zwischen Rohfütterung und BARF?

Die Begriffe werden oft synonym verwendet, beschreiben aber unterschiedliche Ansätze — und die Unterscheidung ist wichtig, weil viele Diskussionen über Nährstoffversorgung an genau dieser Vermischung scheitern. Rohfütterung ist der Oberbegriff für jede Form der Fütterung mit rohen, frischen Zutaten. Wer seinem Hund rohes Fleisch, Innereien, Gemüse und einen Mineralzusatz gibt, betreibt Rohfütterung. Der Begriff macht keine Vorgaben zur Zusammensetzung — er beschreibt lediglich, dass die Zutaten roh und unverarbeitet sind. Auch Mischformen, etwa mit gekochtem Gemüse oder gegarten Kohlenhydratquellen wie Reis oder Kartoffeln, fallen in den erweiterten Bereich der selbst zubereiteten Fütterung. BARF steht im Ursprung für „Bones And Raw Food“ oder „Born Again Raw Feeders“ und wurde im deutschsprachigen Raum als „Biologisch Artgerechtes Rohes Futter“ adaptiert — wobei „Biologisch Artgerecht“ keine wörtliche Übersetzung ist, sondern eine Interpretation. BARF folgt einem konkreten Konzept: Die Ration wird am Aufbau eines Beutetiers orientiert, mit definierten Anteilen an Muskelfleisch, verschiedenen Innereien (Leber, Niere, Milz, Herz), rohen fleischigen Knochen, Pansen, Gemüse und Obst. Die genauen Anteile variieren je nach Schule, aber das Grundprinzip ist immer das Beutetier als Vorlage. BARF ist also eine spezifische Form der Rohfütterung mit eigenen Regeln. Nicht jede Rohfütterung ist BARF, aber jedes BARF ist Rohfütterung. Funktioniert das Beutetierprinzip? Ja — als Grundstruktur funktioniert es gut. Die Orientierung am Beutetier stellt sicher, dass die wichtigsten Bausteine in der Ration vertreten sind: Muskelfleisch für Protein und Energie, Innereien für Vitamine und Spurenelemente, Knochen für Calcium und Phosphor, Pansen für Ballaststoffe und B-Vitamine. Eine sorgfältig nach BARF-Schema zusammengestellte Ration mit einem Ergänzer für Jod und Spurenelemente deckt nach unserer Erfahrung den Nährstoffbedarf eines gesunden, ausgewachsenen Hundes. Auch ohne Ergänzer kommt eine konsequent umgesetzte BARF-Ration dem Bedarf erstaunlich nahe. Die wenigen Nährstoffe, die rechnerisch knapp unter den Empfehlungen liegen — vor allem Zink, Mangan, Magnesium und Vitamin B1 — sind genau diejenigen, bei denen die wissenschaftliche Literatur nahelegt, dass die Bioverfügbarkeit bei getreidefreier Rohfütterung höher ist als in den Normen angenommen. Warum ist die Unterscheidung trotzdem wichtig? Viele Diskussionen über Nährstoffmängel bei der Rohfütterung entstehen durch Rationen, die weder dem BARF-Konzept noch einer anderen durchdachten Methode folgen — zum Beispiel reines Muskelfleisch ohne Innereien, ohne Knochen oder Calciumquelle und ohne Öl. Eine solche Ration wird zwangsläufig Mängel aufweisen. Das ist aber kein Problem der Rohfütterung an sich, sondern der fehlenden Rationsgestaltung. Wo steht Dogs Eat Better? Dogs Eat Better verwendet bewusst den Begriff „Rohfütterung“ statt „BARF“ und unterstützt verschiedene Ansätze. Der Rations-Assistent bietet zwei Modi: Einen BARF-Modus, der sich am klassischen Beutetierprinzip orientiert (mit Pansen, Innereien und Knochen), und einen freien Modus, der sich rein am Nährstoffbedarf des Hundes orientiert — ohne Vorgaben zur Zusammensetzung. Der freie Rechner steht darüber hinaus jedem Ansatz offen und analysiert jede Ration objektiv gegen die gewählten Referenzwerte.

Warum empfiehlt der Rations-Assistent im BARF-Modus einen Ergänzer?

Eine sorgfältig zusammengestellte BARF-Ration mit Knochen, Innereien, Gemüse und Öl deckt den Großteil des Nährstoffbedarfs deines Hundes. Nach NRC-Maßstäben liegen die meisten Nährstoffe deutlich über dem Minimalbedarf (MR). Das ist erstmal eine gute Nachricht. Bei einigen wenigen Nährstoffen — vor allem Zink, Mangan, Magnesium und Vitamin B1 — liegt eine typische BARF-Ration allerdings rechnerisch knapp unter den empfohlenen Zufuhrmengen (Recommended Allowance). Jod muss bei jeder selbst zusammengestellten Ration separat ergänzt werden, zum Beispiel über Seealgenmehl. Warum „rechnerisch“ knapp? Die Empfehlungen von NRC, FEDIAF und AAFCO basieren auf Studien mit kommerziellem Fertigfutter. Dieses enthält typischerweise Getreide und Sojaprodukte, die Phytinsäure enthalten — einen natürlichen Stoff, der nachweislich die Absorption von Zink, Mangan und anderen Spurenelementen im Darm hemmt. Das NRC schreibt selbst: « Tierische Produkte und Meeresfrüchte sind weitgehend frei von Substanzen, die die Zinkabsorption beeinträchtigen. Aminosäuren aus der Fleischverdauung können die Absorption von Zink sogar verbessern. Pflanzliche Produkte hingegen enthalten eher Stoffe, die die Zinkabsorption hemmen — allen voran Phytinsäure aus Getreide wie Mais, Weizen und Reis. » Die Bedarfswerte enthalten also Sicherheitszuschläge, die eine schlechtere Bioverfügbarkeit durch Phytinsäure berücksichtigen. Bei einer getreidefreien Rohfütterung fallen diese Hemmstoffe weitgehend weg, weshalb die tatsächliche Nährstoffversorgung vermutlich besser ist, als die reinen Zahlen nahelegen. Ähnliches gilt für Vitamin B1 (Thiamin): Dieses Vitamin wird vor allem im Kohlenhydratstoffwechsel benötigt. Bei einer fett- und proteinreichen Ernährung mit niedrigem Kohlenhydratanteil — wie sie bei Rohfütterung typisch ist — sinkt der Thiaminbedarf. In der Ernährungswissenschaft ist dieser sogenannte „Thiamine-Sparing-Effekt“ seit den 1930er Jahren anerkannt. Für Mangan gilt: Sowohl das NRC als auch Standardwerke der Tierernährung beschreiben, dass spontane Manganmängel beim Hund praktisch nicht vorkommen. Die Datenlage ist so dünn, dass selbst das NRC schreibt, es sei schwierig, verlässliche Empfehlungen abzugeben. Warum dann trotzdem ein Ergänzer? Weil es bis heute keine wissenschaftlich validierten, angepassten Bedarfswerte für roh gefütterte Hunde gibt. Die Argumente für eine bessere Bioverfügbarkeit bei Rohfütterung sind plausibel und wissenschaftlich fundiert — aber sie sind nicht durch kontrollierte Fütterungsstudien an Hunden mit Rohfleischdiäten abschließend bestätigt. Dogs Eat Better empfiehlt daher im Rations-Assistenten einen Komplettergänzer, um alle potenziellen Lücken sicher zu schließen. Kann ich auch ohne Ergänzer füttern? Das ist eine Entscheidung, die du als Halter bewusst treffen kannst. Wichtig ist: Jod muss in jedem Fall ergänzt werden — zum Beispiel über Seealgenmehl. Fleisch und Knochen enthalten praktisch kein Jod. Du kannst den Ergänzer im Rations-Assistenten auf 0 setzen und stattdessen Seealgenmehl hinzufügen, um die Jodversorgung sicherzustellen. Im Nährstoffprofil siehst du dann transparent, welche Nährstoffe gedeckt sind und wo Lücken bestehen. Ohne Komplettergänzer werden Zink, Mangan, Magnesium und Vitamin B1 bei den meisten Rationen knapp unter den Empfehlungen liegen. Bei gesunden, ausgewachsenen Hunden mit abwechslungsreicher Fütterung ist das nach aktuellem Wissensstand wahrscheinlich kein akutes Gesundheitsrisiko — die Bioverfügbarkeitsargumente sprechen dafür, dass der reale Bedarf bei Rohfütterung niedriger liegt als die Normen vorgeben. Langfristig empfehlen wir dennoch einen Ergänzer, besonders für Hunde mit erhöhtem Zinkbedarf (nordische Rassen, während des Fellwechsels, bei Hautproblemen) oder in Lebensphasen mit höherem Nährstoffbedarf.

Was ist der Body Condition Score (BCS)?

Der BCS ist eine Skala von 1-9 die den Körperfettanteil deines Hundes bewertet. 1-3 = untergewichtig, 4-5 = ideal, 6-9 = übergewichtig. Dogs Eat Better passt die Kalorienzufuhr automatisch anhand des BCS an. Wenn du einen Hund anlegst oder bearbeitest, findest du beim BCS-Feld eine ausführliche Beschreibung jeder Stufe — mit den charakteristischen Merkmalen (Sichtbarkeit der Rippen, Taille von oben, Bauchlinie von der Seite), damit du die Stufe deines Hundes möglichst genau einschätzen kannst.

Warum sind bei manchen Nährstoffen die Verhältnisse wichtig?

Bei einigen Nährstoffen reicht es nicht, dass die absolute Menge stimmt — sie müssen zusätzlich im richtigen Verhältnis zueinander stehen. Dogs Eat Better prüft drei dieser Verhältnisse automatisch und schlägt Alarm, wenn ein Wert außerhalb des Zielbereichs liegt. Calcium zu Phosphor (Ca:P): Calcium und Phosphor arbeiten im Knochenstoffwechsel zusammen. Muskelfleisch ist phosphorreich, aber calciumarm — wer roh füttert, ohne Knochen oder Calciumquelle, hat fast immer ein zu niedriges Ca:P-Verhältnis. Über Wochen und Monate kann das zu Knochenproblemen führen, bei Welpen sogar zu Wachstumsstörungen. Der Zielbereich hängt von der Lebensphase ab — bei ausgewachsenen Hunden 1,2:1 bis 2,0:1, bei Welpen enger. Zink zu Kupfer (Zn:Cu): Zink und Kupfer konkurrieren bei der Aufnahme im Darm um dieselben Transportmechanismen. Liegt das Verhältnis zu niedrig (z.B. weil viel Leber gefüttert wird, die kupferreich ist), wird die Zinkversorgung gestört — typische Folgen sind Hautprobleme und Fellverlust. Liegt es zu hoch, kann es bei besonders kupferempfindlichen Hunden (z.B. Bedlington Terrier) auch zu Kupfermangel kommen. Der Zielbereich liegt normalerweise zwischen 7:1 und 15:1. Omega 6 zu Omega 3: Beide sind essenzielle Fettsäuren, wirken aber gegensätzlich — Omega 6 ist tendenziell entzündungsfördernd, Omega 3 entzündungshemmend. Eine moderne Ernährung enthält oft sehr viel Omega 6 (Sonnenblumenöl, Distelöl, Geflügelfett) und wenig Omega 3 (Fisch, Algen, Leinöl). Ein zu hohes Verhältnis kann chronische Entzündungsprozesse begünstigen. Im Rechner achten wir auf einen Korridor von etwa 1:1 bis 6:1.

Warum sollte ich mir Gedanken über die Nährstoffzusammensetzung machen?

Ein häufiges Argument lautet: „Ich rechne bei meinem eigenen Essen auch nicht nach und bin gesund.“ Das stimmt — aber der Vergleich hinkt. Wir Menschen essen im Laufe einer Woche extrem abwechslungsreich: Dutzende verschiedene Lebensmittel, verschiedene Zubereitungen, mal Fleisch, mal Fisch, mal vegetarisch, mal auswärts, mal selbst gekocht. Über diese Vielfalt gleichen sich Nährstofflücken fast automatisch aus. Bei Hunden sieht die Realität oft anders aus. Viele Hundehalter suchen ein Rezept das funktioniert — und füttern es dann täglich oder mit kleinen Abweichungen über Wochen und Monate. Das ist verständlich, denn tägliche Abwechslung bedeutet Aufwand: andere Zutaten kaufen, andere Mengen berechnen, andere Zubereitungen. Aber genau diese Gleichförmigkeit ist der Grund warum die Nährstoffzusammensetzung wichtig wird. Wenn ein Rezept bei einem bestimmten Nährstoff eine Lücke hat und du es jeden Tag fütterst, wird aus einer kleinen Lücke über Monate ein echtes Defizit. Wer sehr abwechslungsreich füttert — verschiedene Fleischsorten, verschiedene Innereien, regelmäßig Fisch, wechselndes Gemüse — bei dem gleicht sich vieles über die Zeit aus. Aber selbst dann ist es sinnvoll, einmal zu prüfen ob die Grundstruktur stimmt: Ist eine Calciumquelle dabei? Bekommt der Hund Jod? Ist genug Vitamin D in der Ration? Dogs Eat Better gibt dir diese Sicherheit — nicht als tägliche Pflicht, sondern als Werkzeug das du nutzt wenn du ein neues Rezept zusammenstellst oder etwas an der Fütterung änderst.

Medical-Funktionen

Wie funktioniert die Welpenfütterung in Dogs Eat Better?

Welpen haben einen anderen Energie- und Nährstoffbedarf als erwachsene Hunde. Dogs Eat Better berücksichtigt das auf mehreren Ebenen. Energie: Statt der Adult-Formel nutzen wir für Welpen eine wachstumsspezifische Berechnung, die das aktuelle Gewicht ins Verhältnis zum erwarteten Endgewicht setzt — der Welpe bekommt dadurch in jüngeren Wochen deutlich mehr Energie pro Kilogramm Körpermasse. Referenzwerte: Für Welpen stehen drei spezifische Normen zur Auswahl — FEDIAF Early/Late Growth, AAFCO Growth, NRC Early/Late Growth. „Early" und „Late" trennen sich bei etwa 14 Wochen, weil sich der Calcium- und Phosphorbedarf in dieser Phase verschiebt. Wachstumskurven: Wenn du Gewichte regelmäßig dokumentierst, zeigt Dogs Eat Better die Centile-Kurven nach Salt et al. 2017 — basierend auf über 6 Millionen Gewichtsmessungen, getrennt nach Geschlecht und Größenkategorie I bis V. Du siehst auf einen Blick, ob dein Welpe im grünen Korridor (25.–75. Perzentil) wächst oder am Rand. Hunde mit Endgewicht über 40 kg werden ohne Centile-Bänder geführt — die Datengrundlage ist dort zu dünn. Welpenfütterung ist nur in der Medical-Mitgliedschaft verfügbar.

Wie berechnet Dogs Eat Better den Bedarf bei Trächtigkeit und Laktation?

Trächtige und säugende Hündinnen haben einen drastisch höheren Energie- und Nährstoffbedarf — bei einer säugenden Hündin mit großem Wurf in Woche 3 kann der Tagesbedarf das Sechsfache des Adult-Werts erreichen. Dogs Eat Better nutzt die FEDIAF-Formeln (Tabelle VII-7 und VII-8): Für Trächtigkeit ändert sich die Formel ab Woche 5 (Implantation der Embryonen), für Laktation hängt der Bedarf zusätzlich von der Wurfgröße und der Laktationswoche ab. Der Verlauf des Energiebedarfs über alle 17 Wochen wird dir als interaktive Grafik im Patientenprofil angezeigt — so siehst du, wie sich der Tagesbedarf von Trächtigkeitswoche 1 bis Laktationswoche 8 entwickelt. Wichtig beim Anlegen: Du musst das Vorwurfgewicht der Hündin eingeben, also das Gewicht vor der Trächtigkeit, nicht das aktuelle Gewicht. Sonst rechnet die Formel den ohnehin schon erhöhten Bedarf nochmal hoch. Als Referenzwert wird automatisch NRC Gestation/Lactation gesetzt — der einzige mit dedizierten Bedarfswerten für diese Lebensphase. Trächtigkeit und Laktation sind nur in der Medical-Mitgliedschaft verfügbar.

Welche Krankheitsprofile unterstützt Dogs Eat Better?

Aktuell sind sechs evidenzbasierte Krankheitsprofile in Dogs Eat Better hinterlegt, jedes mit angepassten Bedarfsgrenzen statt der Standard-Normwerte: Chronische Niereninsuffizienz (IRIS 2–3). Chronische Niereninsuffizienz (IRIS 3–4). Chronische Lebererkrankung. Kupferspeicherkrankheit. Portosystemischer Shunt / Hepatoenzephalopathie. Herzerkrankungen. Wenn ein Krankheitsprofil aktiviert ist, ändert Dogs Eat Better automatisch die Empfehlungswerte für die betroffenen Nährstoffe und kennzeichnet sie mit einem Herz-Symbol. Der Rations-Assistent wechselt dabei in einen analytischen Diät-Modus, der die Mengen so löst, dass die klinischen Bedarfsgrenzen eingehalten werden. Krankheitsprofile sind nur in der Medical-Mitgliedschaft verfügbar. Die Krankheitsprofile sind Berechnungshilfen für Fachpersonal und ersetzen keine veterinärmedizinische Diagnose oder Behandlung. Die fachliche Verantwortung für Behandlungs- und Fütterungsentscheidungen verbleibt beim anwendenden Fachpersonal.

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